Konferenz CCT 2009 – Ein Rückblick
Vom 18. bis 21. Mai 2009 fanden in Dresden die Doppelkonferenz „4th International Conference on Clean Coal Technologies” und „3rd International Freiberg Conference on IGCC & XtL Technologies“ unter dem Namen CCT 2009 statt. Veranstalter waren das Clean Coal Centre der Internationalen Energieagentur (IEA), das Forschungszentrum Jülich und die TU Bergakademie Freiberg. Im Forschungszentrum Jülich haben hier das Institut für Energieforschung IEF–STE und der Projektträger Jülich mitgewirkt. Schirmherr war das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Unterstützt wurden die Veranstalter durch die TU Dresden, Sponsoren waren Vattenfall, der Freistaat Sachsen, RWE, Siemens und die VGB PowerTech.
Im Mittelpunkt der Doppelkonferenz standen die Entwicklungen neuer Technologien zur CO²-emissionsarmen Verwendung von Kohle und Gas. Nobuo Tanaka, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), unterstrich die Bedeutung der CO²-Abscheidung und Speicherung (CCS) als eine unverzichtbare Option der zukünftigen Energieversorgung gerade vor dem Hintergrund der aktuellen klimapolitischen Herausforderungen. Deutsch¬land setzt auf einen ausgewogenen Energiemix und neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch auf den Energieträger Kohle zur Stromerzeugung, so Detlef Dauke, Abteilungsleiter für Energiepolitik im BMWi. Weltweit basiert die Stromerzeugung zu rund 40% auf Kohle. In Deutschland ist der Anteil mit 44% etwas größer. Rechnet man Gas und Öl hinzu, so beträgt der Anteil fossiler Energieträger in Deutschland 58%. Rund ein Drittel der Kraftwerke muss in den nächsten Jahren durch modernere und CO²-emissionsarme Anlagen ersetzt werden. Heinz Hilbrecht, Direktor in der Generaldirektion „Energie und Verkehr“ (DG TREN) bei der Europäischen Kommission, stellte den Weg zum zukunftsfähi¬gen Kohlekraftwerk unter Verwendung der CCS-Technologie und seine Bedeutung für ein sicheres und zuverlässiges europäisches Energiesystem dar.

